Pfarrei St. Johannes

Gründung PFARREI ST. JOHANNES

...  Aus den fünf Pfarrgemeinden ist nun die Pfarrei St. Johannes geworden. ...

Errichtung der Pfarrei St. Johannes am 23.09.2012
Aus fünf Gemeinden wird Pfarrei St. Johannes

Der Liebe Gottes auch in Zukunft eine Stimme geben
Die Glocke - Eva Haunhorst

An welch historischem Datum sie getauft worden ist, wird Amelie erst in einigen Jahren begreifen können. Die Aufregung um sie herum nahm die Kleine in der St.-Johannes-Kirche am Sonntagmorgen gelassen hin. Für die Oelder Katholiken aber markierte der gestrige Tag einen bewegenden Neuanfang: Aus den fünf bisher eigenständigen Pfarrgemeinden ist die Pfarrei St. Johannes geworden.



St. Joseph und St. Johannes Oelde, St. Vitus Lette, St. Vitus Sünninghausen und St. Lambertus Stromberg hörten auf zu existieren, als Pfarrer Karl Kemper in einer feierlichen Messe in der Pfarrkirche St. Johannes die Fusionsurkunde verlas. Bis zur Wahl eines neuen Kirchenvorstands wird ein Verwaltungsausschuss mit Seelsorgern und Mitgliedern aus allen Gemeinden für die Pfarrei verantwortlich sein.




Karl Kemper ermunterte die vielen Gläubigen, die an der Feier teilnahmen, den Wandel, dem sie beiwohnten, zusammen zu gestalten und sich den Herausforderungen als Gemeinschaft zu stellen. Den „reichhaltigen Schatz im Leben der bisherigen Gemeinden“ gelte es in der neuen Pfarrei zu bewahren. „Wir sind heute im gesunden Sinn stolz darauf, was sie über Jahrhunderte hin an Gutem gesät und geerntet haben.“ Angelehnt an das Evangelium des Tages rief Kemper dazu auf, im Alltag nicht danach zu fragen, wer der Größte und der Einflussreichste sei, sondern der Liebe (Gottes) „im menschlichen Miteinander eine Stimme zu geben“. „Die Liebe sieht nicht auf den, der oben steht, sondern nimmt den Kleinsten in den Blick!“, betonte er.

Und genau das taten die Mitfeiernden kurz darauf: Sie stellten bei der ersten Taufe in der neuen Pfarrei die wohl Kleinste unter ihnen in den Mittelpunkt, die knapp einjährige Amelie Lohmann aus Lette. Kemper taufte sie mit Wasser aus dem Jordan.

Bürgermeister Karl-Friedrich Knop zitierte den Franzosen Anatole France: „Alle Veränderungen, sogar die meistersehnten, haben ihre Melancholie. Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst. Wir müssen einem Leben Lebewohl sagen, bevor wir in ein anderes eintreten können.“ Die neue Gemeinde könne nun Heimat für alle Katholiken in Oelde werden, betonte er. „Wir stehen erst am Anfang.“


Knop dankte besonders dem Seelsorgerteam, das die Fusion so behutsam vorbereitet habe. Die Gläubigen unterstützten diese Worte mit lang anhaltendem Beifall. Im Anschluss an die Messe präsentierte sich die neue Pfarrei auf dem Marktplatz: offen für alle, im Dialog mit den Menschen.

Hymne widmet sich den Pfarrpatronen
Erstmals ist in der Eucharistiefeier zur Fusion die Hymne der neuen Pfarrei gesungen worden. Sie hat sechs Strophen und trägt den Titel „Vier Heil’ge segnend um uns stehn“. Jedem der vier Patrone der bisherigen Oelder Pfarrgemeinden – Johannes, Joseph, Vitus und Lambertus – ist eine Strophe gewidmet.

Die erste Strophe lautet: „Vier Heil’ge segnend um uns stehn wie Enden eines Kreuzsymbols. Unsrer Gemeinde Zukunft wird aus alten Wurzeln neu erblühn.“ Der Text der letzten Strophe: „Im Kreuz ist Heil, ist Gottes Kraft. In diesem Zeichen ist er nah. Wir sind gesegnet und geliebt von Vater, Sohn und Heilgem Geist.“

Zitate
„So bestens wie ich vorbereitet bin, habe ich den Zettel in der Sakristei gelassen. Aber der Dank kommt aus dem Herzen, also soll ich ihn wohl so hinbekommen.“ - Pfarrer Karl Kemper am Ende der Messe, als er zu seinen Dankesworten an die vielen Helfer und an sein Seelsorgerteam ansetzen wollte.

„Kirchenmusik in Oelde ist ein Erlebnis und eine Bereicherung.“ Karl Kemper

„Es ist gut, dass Sie das bessere Wetter hatten, ich gönne Ihnen das von Herzen. Es war ein großartiges Fest zur Einführung von Pfarrerin Erben, das ich genossen habe, und ich hoffe, dass Sie sich bei uns auch so wohlfühlen.“ - Karl Kemper zu Melanie Erben, Hartmut Suppliet und Peter Heuermann von der Evangelischen Kirchengemeinde Oelde.

„Sie können es dort hinten leider nicht sehen: Sie ist eine ganz charmante.“ Karl Kemper über Täufling Amelie Lohmann.

„Die Fusion ist behutsam und mit Bedacht eingeleitet worden. Sie erkennt die Geschichte der Gemeinden an und hat Verständnis für gewachsene Identitäten.“ - Bürgermeister Karl-Friedrich Knop


 

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